erfolg haben löst wiederholung aus

Ich besuche gerade frisch geschlüpfte Hundebabies und was fällt mir auf: sie fiepsen, quietschen, grunzen und später wird wohl auch gekläfft. Dabei haben sie immer Erfolg. Irgendetwas bewegt sich, kommt vielleicht auf sie zu, man wird angestupst, abgeleckt und manchmal wird auch die kuschelige Milchbar geöffnet.

Das Leben kann so schön sein!

Dies passiert schon wenn die Augen noch nicht offen sind und die Hörfähigkeit noch nicht ausgereift ist.
Im Laufe der Entwicklung verändert sich die Situation, indem nicht immer eine Reaktion erfolgt. Die Geschwister haben derzeit was anderes Interessantes entdeckt. Die Mutti ist im Ruhemodus, keiner ist in der Nähe usw.

Oh, das Leben kann so schwer sein!

Hierbei wird ein wichtiger Baustein gesetzt: nämlich mit Frust und Verzicht umzugehen.
Und was passiert später, wenn sie in ihrem neuen Zuhause sind und sich neu orientieren müssen?  Bei einigen Hunden wird diese Palette wieder hervorgeholt und das Fiepsen konditioniert sich. Bei anderen Hunden wird es zum Kreischen (z.B. wenn das Frauchen nach Hause kommt). Was ist passiert? Ja, die schlauen Mäuse haben sich an dem positiven Effekt erinnert und der Mensch hat reagiert. Es reicht dann auch schon zu dem Hund hinzuschauen oder zu antworten ohne sich zu bewegen.
Auf jeden Fall ist es ein Teilerfolg für den Jungspund, was will man noch mehr?!

verbunden und doch nicht verbunden

wenn ich meinen Hund an die Leine nehme, ist er nicht mehr so frei wie vorher und seine Bewegungen werden eingeschränkt.
Ach nein, natürlich darf er überall hin und mich aus den Augen verlieren. Ich muss nur zu sehen, dass ich ihm folge, nicht stolper und den Leinendruck aushalte bzw. durch Nachgeben milder.
Er soll ja alle Freiheiten haben! Was für ein tolles Leben!

Das ist für mich Freiheit:
wenn der Hund frei in seiner Entscheidung mit mir zusammen die Welt draußen entdecken möchte. Das geht auch an der lockeren Leine und natürlich auch ohne Leine. Wir sind ein Team!

alte weisheiten

Manchmal gibt es auch Ausflüge ans Wasser. Unser begleitender Gasthund hat sich sehr ausgetobt und war durstig. Nun denn, da geht man einfach in die Elbe, trinkt ein wenig und kühlt die Beine.
Paevi schaute mit Skepsis zu. Hat sie doch ein Wasser-Trauma in der Jugend erlebt. Aber durstig ist sie auch.
Was nun?
Da gräbt man denn einfach ein Loch nahe dem Wasser, wartet die nächste Welle ab…..
alles wurde gut berechnet, denn das Loch füllte sich mit Wasser und der Rest  suchte wieder die Ursprungsheimat auf.
Zum Glück reichte die Zeit um den Durst zu stillen bevor die nächste Welle kam. Und einer Wiederholung stand so und so nichts im Weg.

souverän

Meine bezaubernde Paevi begegnete 2 Rüden, die gerade mit ihrem Ball beschäftigt waren. Nun, gute Nasen haben sie und somit ist der Jüngere von den Beiden natürlich jeder neuen Abwechslung aufgeschlossen.
Es gab die normale Szene: die Beiden haben sich friedlich berochen und waren auch nicht am kreiseln! Paevi mit wehender hochstehender Fahne, denn es war ja ein unbekannter Rüde.
Mit einmal gab es ein Gebrüll und der Ältere schoß auf Paevi zu. Die senkte ein wenig die Rute, blieb aber stehen und verharrte …also keine Aktion mehr.
Dann flogen Leinen, Schlüssel und Wasserflaschen. Was für einen Spektakel. Alle Hunde trennten sich ein wenig…also kein körperlicher Übergriff!
Zum Glück wurde dann der Ball noch mal geworfen und der ältere Rüde war wieder im Gleichgewicht und im Junkee-Tunnel. Die beiden Anderen haben dann noch mal eine Nase voll genommen und für Paevi reichte es und sie setze ihren Weg fort.
Hier konnte man deutlich einen Ressourcen-Anspruch erkennen und nicht nur zum Ball sondern auch an den Spielgefährten.
Mich hätte es interessiert, wie sich der Hund verhalten hätte ohne die ganzen Wurfgeschosse!
Übrigens Paevi ist 9 Jahre alt, hat noch nie und wurde noch nie gebissen. Streitereien mit anderen Hunden um Objekte gibt es immer mal wieder, aber nie bei Freunden und Lebenspartnern. Natürlich meinte ich Hund aber auch Mensch, was für eine Anmerkung mmmh!